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Anforderungsprofile 

 

Zur Sicherung einer VOB-konformen Ausschreibung sowie zur Sicherung der Qualität des ausführenden Unternehmens, haben verschiedene engagierte Städte Anforderungsprofile für eine qualitativ hochwertige Kanalsanierung erstellt. 

 

Die bekanntesten Anforderungsprofile wurden von der Hamburger Stadtentwässerung und der Arbeitsgruppe süddeutscher Kommunen, der die Städte Augsburg, Karlsruhe, Mainz, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart angehören, erarbeitet. 

 

1992 wurde das erste Hamburger Anforderungsprofil sowie parallel hierzu ein Qualitäts-sicherungsplan geschaffen. Beide Papiere sind Vertragsbestandteil jeder Ausschreibung. Um die Unterlagen komplett zu machen, wurden die Ausschreibungstexte für das Schlauchlining in einem speziellen Standardleistungsbuch fixiert. Diese drei Unterlagen bilden die Basis für eine sichere Ausschreibung. 

 

Des Weiteren wird eine Präqualifikation durchgeführt, für die das Sanierungsunternehmen Nachweise zu Materialkennwerten, mechanischen, chemischen Beständigkeiten und zum Abrieb beibringen muss sowie mit einer Probebaumaßnahme beauftragt wird.

Sofern die Präqualifikation durch die HSE erteilt wird, kann der Anwender zukünftig ohne erneut Nachweise erbringen zu müssen an allen öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen.  

 

Bis heute wurden die Papiere durch Auswertung der in Hamburg gemachten Erfahrungen mehrfach angepasst.  

 

Der Arbeitskreis der süddeutschen Kommunen (ASK) erarbeitete 2005 in Zusammenarbeit mit dem Rohrleitungssanierungsverband e.V. (RSV) ein Anforderungsprofil für Schlauchliner-Kanalrenovierungen. Dieses beinhaltet im Wesentlichen die Forderungen aus dem Hamburger Qualitätssicherungsplans, bedient sich allerdings einer größeren Bandbreite an Überwachungsmechanismen. Ein gravierender Unterschied zum Hamburger Anforderungsprofil ist, dass die Zulassung des angebotenen Produktes durch das DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik, Berlin) Grundvoraussetzung für eine Auftragserteilung ist. Eine Präqualifikation wie in Hamburg gibt es nicht. Jedoch wird gefordert, dass das ausführende Unternehmen eine ausreichende Anzahl Baustellen-proben vorweisen kann. 

 

Das Anforderungsprofil der süddeutschen Kommunen wird bereits von vielen Städten übernommen und steht kostenlos auf den Seiten des RSV e.V. unter www.rsv-ev.de und der Stadtentwässerung Nürnberg unter www.abwasser.nuernberg.de zum Download zur Verfügung.

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